BDSM-Lexikon

BDSM-Lexikon

Der BDSM Ratgeber von Aurora Nia Noxx

A

Abbinden

Im BDSM bezeichnet der Begriff "Abbinden" (englisch: "binding" oder "tying off") das Umwickeln eines Körperteils, des Penis, mit Seilen, Bändern oder anderen Materialien, um den Blutfluss zu reduzieren oder zu unterbrechen. Diese Praktik erhöht die Empfindlichkeit und Intensivierung der Empfindungen.

Abmelken

Der Begriff "Abmelken" (englisch: "milking") ist eine Praktik im BDSM, bei der der Penis und/oder die Prostata gezielt stimuliert werden, um eine Ejakulation herbeizuführen. Oft passiert das ohne die betroffene Person dabei aktiv masturbiert oder sexuelle Lust empfindet. Diese Technik wird häufig in Dominanz- und Unterwerfungs-Szenarien eingesetzt und kann sowohl physisch als auch psychisch herausfordernd sein.

Aftercare

Aftercare ist die Betreuung nach einer BDSM-Session, bei der die Beteiligten physisch und emotional für einander da sind, um sicherzustellen, dass sie sich wohl und sicher fühlen.

Age Play

Age Play ist eine Form des Rollenspiels, bei dem die Teilnehmer*innen unterschiedliche Altersrollen einnehmen, oft verbunden mit Machtgefällen.

Anal Spiele

Bei Anal-Spielen wird der Anus stimuliert. Diese Praktiken können sowohl von dominanten als auch von unterwürfigen Partnern durchgeführt werden und beinhalten eine Vielzahl von Techniken und Spielzeugen. Anal-Spiele können sowohl zur Steigerung des sexuellen Vergnügens, als auch als Teil von Macht- und Kontrollszenarien eingesetzt werden. Hier geht es um das Stimulieren und dehnen des Anus, ggf. auch bis zum Fisten.

Anal Plug

Ein Anal-Plug, auch bekannt als Butt Plug, ist ein speziell entworfenes Sexspielzeug, das für die anale Stimulation verwendet wird. Er wird in den Anus eingeführt und kann dort für kurze oder längere Zeit verbleiben. Anal-Plugs gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Materialien. Anal-Plugs können sowohl von Männern als auch von Frauen verwendet werden.

Anal Hook

Der Anal Hook (oder auch Analhaken) ist ein BDSM-Spielzeug, das anal eingeführt wird und oft mit Seilen oder anderen Geräten zur Immobilisierung hinterm Rücken verbunden wird.

Asphyxiophilia

Asphyxiophilia ist eine Praktik, bei der das Gefühl des Sauerstoffentzugs sexuelle Erregung hervorruft. Diese Praktik kann extrem gefährlich sein und sollte nur mit großer Vorsicht und Erfahrung durchgeführt werden.

Atemreduktion

Im BDSM-Kontext bezeichnet Atemreduktion (englisch: "breath play") Praktiken, bei denen die Atmung einer Person bewusst eingeschränkt oder kontrolliert wird. Diese Form des Spiels kann sehr intensiv sein und erfordert ein hohes Maß an Vertrauen, Kommunikation und Kenntnis der Risiken, da sie potenziell gefährlich sein kann. Sie sollte nur mit Vorsicht und Erfahrung durchgeführt werden.

B

Baby-Games

"Babygames" (auch "Age Play" genannt) im BDSM bezieht sich auf Rollenspiele, bei denen ein oder mehrere Teilnehmer*innen Rollen einnehmen, die typischerweise mit Säuglingen, Kleinkindern oder jungen Kindern assoziiert werden. Diese Spiele können verschiedene Elemente umfassen, wie das Tragen von Windeln, Flaschennahrung, das Nutzen von Schnullern, das Tragen von Babykleidung und das Spielen mit typischem Kinderspielzeug.

Ball Gag

Ein Ball Gag ist ein Mundknebel in Form einer Kugel, der den Mund des Sub (submissive Person) offen hält und die Fähigkeit zu sprechen einschränkt.

BDSM

BDSM steht für Bondage und Discipline (BD), Dominance und Submission (DS), sowie Sadism und Masochism (SM). Es umfasst Praktiken und Beziehungen, bei denen Macht, Kontrolle, Schmerz und Lust eine Rolle spielen. Ein wesentliches Prinzip ist die Einvernehmlichkeit, bei der alle beteiligten Personen freiwillig und wissentlich zustimmen. Kommunikation, Vertrauen und Sicherheit sind zentrale Aspekte im BDSM, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten positive und respektvolle Erfahrungen machen.

Beinschere

Die Beinschere im BDSM bezieht sich auf eine Position oder eine Technik, bei der ein/e Spielpartner*in den Kopf des anderen mit den Benen umschließt oder festhält. Dies kann praktiziert werden, um die Bewegungsfreiheit zu beschränken oder eine demütigende oder unterwürfige Position einzunehmen. Bei vielen Menschen, die Beinschere wünsche, besteht der Reiz in der Atemkontrolle.

Bizarrlady

Eine Bizarrlady ist eine Frau, die im BDSM-Bereich den dominanten Part einnimmt und oft außergewöhnliche Praktiken oder Fetische bedient. Sie bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen an, die von klassischer Dominanz bis hin nahbaren, also berührbaren Vorlieben reichen können. Bizarrladies bieten Lecksklavenerziehung oder sogar Sex an. Das Maß der Berührbarkeit bestimmt jede Bizarrlady selbst.

Bondage

Bonage ist das Fesseln und Immobilisieren einer Person, oft mit Seilen, Handschellen oder anderen Fesseln.

Bodenpranger

Ein Bodenpranger im BDSM ist ein Möbelstück, das zur Fixierung einer Person in einer demütigenden oder unterwürfigen Position verwendet wird. Es besteht typischerweise aus Balken oder Stangen, die an den Fußgelenken und oft auch an den Handgelenken fixiert werden können, wodurch eine weit gespreizte und leicht zugängliche Haltung entsteht. Bodenpranger werden oft für Bestrafungen, Erniedrigungen oder sexuelle Spiele genutzt.

Breath Play

Breath Play sind Spielarten, bei denen der Atem kontrolliert oder eingeschränkt wird. Dies kann sehr gefährlich sein und sollte nur von erfahrenen Praktizierenden durchgeführt werden.

Brustabbinden

Beim Abbinden der Brüste werden Seile oder Bänder um die Brustbasis gewickelt, wodurch die Brüste straffer und empfindlicher werden. Diese Praktik kann Teil von Shibari oder anderen Bondage-Formen sein und wird oft mit einer ästhetischen Komponente kombiniert. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Blutfluss nicht zu stark eingeschränkt wird, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Das Brustabbinden darf nicht bei Silikonbrüsten praktiziert werden.

C

Chastity

Chastity ist die Keuschhaltung durch Verwendung von Keuschheitsgürteln oder -vorrichtungen, die den Zugang zu den Genitalien einschränken. Die Keuschhaltung wird mit Keuschheitsgürteln, bzw. -käfigen durchgeführt.

Clinical (medical) Roleplay

Clinical/Medical Roleplay bezieht sich auf Simulationen oder Rollenspiele, bei denen Personen Szenarien aus dem medizinischen Bereich nachstellen. Dies können authentische Klinikspiele oder bizarre Klinikspiele sein.

Collar

Ein Collar ist ein Halsband, das oft als Symbol der Zugehörigkeit oder Unterwerfung getragen wird.

Code-Word

Ein Code-Word (oder auch Safe-Word) im BDSM ist ein vereinbartes Wort, das vom submessiven Part genutzt wird, um seine Grenze zu kommunizieren. Das typische Code-Word in BDSM-Sessions ist „Gnade“. Es können jedoch auch die Farben aus dem Ampel-System genutzt werden.

Consensual Non-Consent (CNC)

CNS ist eine Vereinbarung, bei der die beteiligten Parteien einwilligen, dass eine Person die Kontrolle übernimmt, während die andere Person keinen weiteren expliziten Konsens während der BDSM-Session gibt. Dies erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und Kommunikation.

Crossdresser

Ein Crossdresser ist eine Person, die gelegentlich Kleidung und Accessoires trägt, die traditionell dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Dies geschieht oft aus persönlichem Vergnügen oder um eine andere Geschlechteridentität zu erkunden. Crossdressen kann Teil einer größeren Selbstentdeckungsreise oder eines Ausdrucks der Geschlechtsidentität sein.

D

Deepthroat

Deepthroat bezieht sich auf eine Oralsex-Technik, bei der der Penis vollständig in den Mund und möglicherweise bis in den Rachen des Partners/der Partnerin eingeführt wird. Diese Praxis erfordert oft Übung und kann sowohl für den gebenden als auch für den empfangenden Partner intensiv sein. Es ist wichtig, sich der eigenen Grenzen bewusst zu sein und nur auszuführen, was für beide Partner/innen angenehm und sicher ist.

Devot

Devot bezeichnet eine Person, die in sexuellen oder zwischenmenschlichen Beziehungen eine passive oder unterwürfige Rolle einnimmt. Diese Neigung kann sich auf das Verhalten im Bett oder auch auf das gesamte Leben auswirken, wo die Person gern die Kontrolle abgibt oder Anweisungen befolgt.

Dilator

Ein Dilator ist ein medizinisches Instrument, das im BDSM sowohl im weißen Bereich (also der Kliniik) aber auch im schwarzen Bereich verwendet wird, um die Harnröhre zu erweitern und zu dehnen. Es besteht aus Kunststoff oder Silikon.

Dildo

Ein Dildo ist ein sexuelles Hilfsmittel, das zur vaginalen oder analen Stimulation verwendet wird. Er besteht aus verschiedenen Materialien wie Silikon, Glas oder Kunststoff und kann in verschiedenen Größen und Formen erhältlich sein. Dildos werden von Menschen aller Geschlechter zur Selbstbefriedigung oder als Teil des sexuellen Spiels mit einem Partner/einer Partnerin verwendet.

Dom

Im BDSM-Kultur steht „Dom“ für dominant und bezieht sich auf eine männliche Person, die in einer BDSM-Beziehung oder -Szene die dominante Rolle übernimmt, indem sie die Kontrolle ausübt und Anweisungen gibt. Doms können unterschiedliche Präferenzen und Stile haben, wie sie ihre dominante Rolle ausleben.

Domina

Eine Domina ist eine Frau, die im BDSM die dominante Rolle einnimmt und ihre Macht über ihre(n) unterwürfige(n) Partner(in) ausübt. Sie kann sowohl physische als auch psychologische Kontrolle übernehmen und verschiedene Praktiken wie Bondage, Bestrafung oder Erniedrigung anwenden. „Domina“ ist auch ein Begriff, der oft im professionellen BDSM-Umfeld verwendet wird, wo sie gegen Bezahlung Dienste anbietet.

D/S (Dominance and Submission)

D/S ist eine Beziehung oder Praktik, bei der eine dominante Person die Kontrolle übernimmt und die andere Person (Sub) sich unterwirft.

E

Edge Play

Edge Play sind Spielarten im BDSM, die als besonders riskant oder gefährlich gelten, wie Messerspiele, Atemkontrolle oder Feuer. Sie gelten auch als „Kanten-Spiele“, das Spiel mit persönlichen Grenzen.

F

Facesitting

Facesitting im BDSM bezeichnet eine Praktik, bei der eine Person (oft die dominante Partnerin) sich auf das Gesicht der anderen Person (oft der unterwürfige Part) setzt. Dies geschieht nackt oder bekleidet und kann Teil von erotischem Spiel, Machtübergabe oder Erniedrigung sein. Dabei wird oft der Atemkontrolle und der Stimulation der Genitalien große Aufmerksamkeit geschenkt.

Feeting

Feeting im BDSM bezieht sich auf eine sexuelle Vorliebe oder Praktik, bei der die Füße eine zentrale Rolle spielen. Dies kann das Berühren, Küssen, Lecken oder Verehren der Füße des dominanten Parts umfassen. Feeting kann Teil eines größeren Machtspiels oder einer Erniedrigungsdynamik sein, die innerhalb der BDSM-Beziehung oder -Szene stattfindet.

Fetisch

Ein Fetisch ist eine intensive sexuelle Vorliebe auf bestimmte Objekte, Körperteile oder Praktiken, die für die sexuelle Erregung und Befriedigung wesentlich sind. Diese Vorlieben können von Kleidungsstücken wie Lack oder Leder bis hin zu spezifischen Körpermerkmalen wie Füßen oder Haaren reichen.

Feminisierung

Der Vorgang der schrittweisen Verweiblichung einer männlichen Person wird als Feminisierung bezeichnet. Bei der Feminisierung in BDSM-Sessions wird die männliche Person oft weiblich geschminkt, gestylt und angezogen. Oft findet dann das Erlernen von frauentypischer Gestik und Mimik statt. Es kann in Szenarien übergehen, in den die feminisierte Person als Hure ausgebildet wird.

Fickbock

Ein Fickbock ist ein BDSM-Möbelstück, über den eine passive Person zum Geschlechtsverkehr gelegt werden kann. Ein anderer Name dafür ist „Strafbock“, denn er kann auch für Flagellation genutzt werden, also zum Bestrafen der passiven Person.

Flagellation

Flagellation bezeichnet die Praxis des Schlages oder des Auspeitschens, oft als Teil sexueller oder ritueller Handlungen. Sie kann sowohl im BDSM zur Bestrafung oder als Teil von Machtspielen verwendet werden. Die Intensität und der Zweck der Flagellation variieren stark je nach Kontext und persönlichen Vorlieben der Beteiligten.

Flogger

Ein Flogger ist ein Werkzeug, das oft im BDSM zur Flagellation verwendet wird. Er besteht aus einem Griff, an dem mehrere dünne Leder- oder Stoffriemen befestigt sind. Diese Riemen können unterschiedliche Längen haben und dienen dazu, Schläge auf den Körper auszuüben. Flogger werden häufig in spielerischen oder ritualisierten Szenarien eingesetzt, um verschiedene Grade von Schmerz und Lust zu erzeugen, abhängig von den Präferenzen und Vereinbarungen der Beteiligten.

Fußerotik

Fußerotik bezieht sich auf eine sexuelle Vorliebe oder Praktik, bei der die Füße eine zentrale Rolle spielen. Dies kann das Berühren, Küssen, Lecken, Massieren oder Verehren der Füße umfassen, oft mit dem Ziel der sexuellen Erregung oder Befriedigung. Fußerotik kann sowohl innerhalb intimer Beziehungen als auch in spezialisierten sexuellen Dienstleistungen oder Fetischszenen ausgeübt werden.

Fußfetischist

Ein Fußfetischist ist eine Person, die eine starke sexuelle Erregung oder Anziehung zu Füßen hat. Dies kann das Berühren, Küssen, Lecken oder Betrachten der Füße umfassen. Der Fußfetisch ist der weitverbreitetste Fetisch, den es gibt.

G

Gag

Ein „Gag“ ist ein Knebel, der in den Mund eingeführt wird, um die Sprachfähigkeit einzuschränken.

Göttin

Im BDSM wird eine Domina manchmal als "Göttin" bezeichnet, um ihre Autorität, Macht und Kontrolle symbolisch zu betonen. Diese Bezeichnung unterstreicht die Verehrung und Anbetung, die ihr von ihren unterwürfigen Partner*innen entgegengebracht wird. Sie vermittelt auch eine hierarchische Struktur innerhalb der BDSM-Beziehung, in der die Domina eine überlegene oder göttliche Rolle einnimmt.

Gummifetisch

Ein Gummifetisch bezieht sich auf eine starke sexuelle Anziehung oder Vorliebe für Latexkleidung oder andere Materialien wie PVC oder Gummi. Menschen mit einem Gummifetisch genießen oft das Tragen oder das Betrachten von eng anliegender Kleidung aus diesen Materialien, das Gefühl auf der Haut oder die Ästhetik.

H

Herrin

Eine Herrin im BDSM ist eine Frau, die die dominante Rolle in einer BDSM-Beziehung einnimmt. Sie übt Kontrolle über ihre unterwürfigen Partner*innen. Die Beziehung zur Herrin kann sowohl physisch als auch emotional intensiv sein und basiert oft auf klaren Vereinbarungen und gegenseitigem Respekt.

Humiliation

Unter „Humiliation“ werden Erniedrigungsspiele gefasst, bei denen eine Person verbal oder physisch erniedrigt wird.

I

Impact Play

„Impact Play“ sind Schläge mit Hand, Peitschen, Paddles oder anderen Gegenständen.

J

Japanese Bondage

Japanese Bondage (auch bekannt als Shibari oder Kinbaku) ist eine traditionelle japanische Kunst des Fesselns und Bindens. Dabei werden kunstvolle und ästhetische Knoten und Muster verwendet, um den Körper des Partners zu umwickeln und zu fesseln. Japanese Bondage wird sowohl in erotischen Kontexten als auch als Form der körperlichen und emotionalen Intimität praktiziert, die oft auf Vertrauen, Präzision und Ästhetik basiert.

K

Katheter

Ein Katheter wird im BDSM gelegentlich als Teil von spezifischen medizinischen Rollenspielen verwendet. Es kann Teil eines Klinik-Szenarios sein, das Machtstrukturen und das Spiel mit körperlicher Einschränkung oder Kontrollverlust erkundet. Die Anwendung von Kathetern im BDSM erfordert jedoch ein hohes Maß an Verständnis, Zustimmung und Sicherheitsbewusstsein seitens aller Beteiligten.

Kaviar/KV

Im BDSM wird der Begriff "Kaviar" (Kurzform: KV) oft verwendet, um menschliche Ausscheidungen wie Kot zu beschreiben, die in spezifischen Praktiken eine Rolle spielen können. Diese Praktiken sind Teil des sexuellen Fetischismus und können Aspekte von Demütigung, Kontrolle und Tabubruch beinhalten. Die Einbeziehung von Kaviar im BDSM erfordert ein hohes Maß an Einverständnis und Hygienebewusstsein sowie klare Grenzen und Vereinbarungen zwischen den Beteiligten.

Kink

„Kink“ ist ein weit gefasster Begriff, der nicht-traditionelle sexuelle Vorlieben und Praktiken umfasst.

Klinikfetisch

Ein Klinikfetisch, auch als „Medizinischer Fetisch“ bekannt, bezieht sich auf sexuelle Erregung oder Vorlieben, die mit medizinischen Szenarien, medizinischer Kleidung, Instrumenten und Praktiken verbunden sind. Dies kann das Rollenspiel von medizinischem Personal und Patienten, die Verwendung von medizinischen Geräten wie Kathetern oder Untersuchungsinstrumenten sowie die Inszenierung von Untersuchungen und Behandlungen umfassen. Der Klinikfetisch kann sowohl psychologische als auch physische Aspekte der Kontrolle, Unterwerfung und Erregung ansprechen.

Knebel

Ein Knebel im BDSM ist ein Objekt, das in den Mund eines unterwürfigen Parts eingeführt wird, um die Fähigkeit zu sprechen oder Schreie zu dämpfen. Dies kann Teil von Machtspielen sein, die auf Unterwerfung und Kontrollverlust abzielen. Knebel sind in verschiedenen Formen und Materialien erhältlich, von einfachen Tüchern oder Krawatten bis hin zu speziell angefertigten Knebeln aus Kunststoff oder Leder.

L

Latexfetisch

Ein Latexfetisch bezieht sich auf eine starke sexuelle Anziehung oder Vorliebe für Kleidung und Accessoires aus Latexmaterialien. Menschen mit einem Latexfetisch genießen oft das Tragen oder das Berühren von enganliegender Kleidung aus Latex. Der Fetisch kann sowohl in intimen Beziehungen als auch in spezialisierten BDSM-Szenarien ausgelebt werden, wo Latexkleidung eine Rolle in erotischen Spielen und visuellen Reizen spielt.

Leckdienste

Leckdienste im BDSM beziehen sich auf das Anbieten oder Empfangen von Oralsex, oft als Teil eines Machtspiels oder zur Demonstration von Unterwerfung und Gehorsam. Sie können sowohl zur sexuellen Befriedigung als auch zur Erniedrigung des unterwürfigen Parts dienen.

Limits

„Limits“ sind Grenzen, die in BDSM-Szenarien respektiert werden müssen. Diese können "hart" (nicht verhandelbar) oder "weich" (verhandelbar) sein.

M

Mistress

Im BDSM wird eine Frau, die die dominante Rolle einnimmt, oft als "Mistress" bezeichnet, was aus dem Englischen kommt und "Herrin" bedeutet. Diese Bezeichnung betont ihre Autorität und Macht über ihre unterwürfigen Partner*innen und wird verwendet, um Respekt und Verehrung auszudrücken. "Mistress" kann auch eine formelle oder informelle Art sein, dominante Frauen innerhalb der BDSM-Gemeinschaft anzusprechen oder anzusprechen.

Medical Roleplay

Medical Roleplay bezieht sich auf Simulationen oder sexuelle Rollenspiele, bei denen Personen Szenarien aus dem medizinischen Bereich nachstellen.

N

Nadelrad/Wartenbergrad

Ein Nadelrad (auch als Wartenberg-Rad oder Neuro-Rad bekannt) ist ein medizinisches Instrument, das in der BDSM-Praxis zur sensorischen Stimulation verwendet wird. Es besteht aus einem kleinen, gezackten Rad, das über die Haut gerollt wird, um prickelnde Empfindungen zu erzeugen. Diese Art der Stimulation wird oft verwendet, um die Sinne zu intensivieren und die Reaktionen des Partners zu kontrollieren. Das Instrument kommt aus der Neurologie und wurde von Herrn Wartenberg erfunden.

Natursekt/NS

Natursekt im BDSM bezieht sich auf die Praxis des Urinierens (im Englischen unter „Golden Shower“ bekannt) bei der Urin eine zentrale Rolle spielt. Diese Praktik kann als Form der Erniedrigung, Machtspiel oder als körperliche Intimität innerhalb der BDSM-Dynamik erlebt werden. Die Einbeziehung von Natursekt erfordert klare Absprachen, Hygienebewusstsein und gegenseitige Zustimmung zwischen den Beteiligten.

Needle Play

Als „Needle Play“ wird das Einführen von Nadeln in die Haut als Teil von BDSM-Aktivitäten bezeichnet. Es kann sowohl im weißen Bereich (also im Klinik-Kontext) als auch im schwarzen Bereich des BDSM ausgeübt werden.

Nippelgames/Nippeltortur

Nippelgames im BDSM beziehen sich auf Aktivitäten, bei denen die Brustwarzen des/der Spielpartner*in eine zentrale Rolle spielen. Dies kann das Stimulieren, Quälen oder das Anwenden von verschiedenen Techniken wie Klammern oder Nippelsaugern umfassen. Nippelgames dienen oft der Erregung, der Erzeugung von Schmerzreizen oder dem Spiel mit Macht und Kontrolle innerhalb der BDSM-Beziehung.

O

Orgasmuskontrolle/Orgasm Control

Unter „Orgasmuskontrolle“ wird die Kontrolle über den Orgasmus des Sub, durch Verzögerung oder Erzwingung verstanden.

O-Ring

Ein O-Ring im BDSM ist ein Ring aus Metall oder Kunststoff, der häufig in Knebeln verwendet wird. Er wird in den Mund eingeführt, um die Öffnung zu dehnen und den Knebel am Platz zu halten. Diese Ringe kommen auch in anderen BDSM-Ausrüstungen vor, wie zum Beispiel in Halsbändern oder Fesseln, um Zubehör zu befestigen oder als dekoratives Element zu dienen. Viele Menschen aus der BDSM-Szene tragen einen O-Ring am Finger. Dies ist ein Ring, mit einem kleinen Ring daran, der als Symbol und Kennzeichen unter BDSM-Liebhabern verstanden wird.

P

Paddel

Ein Paddel im BDSM ist ein Werkzeug zur Ausübung von Schlägen auf den Körper des/der Spielpartner*in, häufig auf den Gesäßbereich. Es besteht aus einem flachen, oft rechteckigen Stück Material wie Holz, Leder oder Kunststoff, das einen breiten Schlagfläche bietet. Paddel werden verwendet, um Schmerz zu erzeugen, Grenzen zu testen oder Machtverhältnisse innerhalb der BDSM-Dynamik zu symbolisieren.

Peitsche

Eine Peitsche im BDSM ist ein Werkzeug zur Ausübung von Schlägen auf den Körper des Partners, oft aus Leder, Gummi oder anderen Materialien gefertigt. „Peische“ ist ein Überbegriff für Schlagwerkeug. Oft wird darunter jedoch ein Flogger verstanden: Ein Flogger besteht aus einem Griff, der an eine oder mehrere Schnüre oder Riemen angeschlossen ist, die beim Schwingen Schläge erzeugen. Peitschen werden verwendet, um eine Vielzahl von Empfindungen zu erzeugen, von sanften Streicheleinheiten bis hin zu intensiveren Schmerzreizen, und spielen eine Rolle bei der Ausübung von Macht und Kontrolle in BDSM-Beziehungen.

Penisabbinden

Beim Abbinden des Penis werden Seile, Bänder oder spezielle Ringe um die Penisbasis und/oder den Hodensack gelegt, um die Blutzirkulation zu kontrollieren und die Erektion zu verstärken oder zu verlängern. Diese Praktik kann das Lustempfinden erhöhen, birgt jedoch auch Risiken. Eine zu lange oder zu enge Anwendung kann zu Gewebeschäden oder anderen gesundheitlichen Problemen führen.

Pet Play

„Pet Play“ sind Rollenspiele, bei denen eine Person die Rolle eines Tieres übernimmt und entsprechend behandelt wird. Typische Pet-Plays sind Hund, Pferd oder Schwein.

Poppers

Poppers sind chemische Substanzen, die oft in der BDSM- und Schwulenszene verwendet werden, um kurzfristige körperliche Effekte wie Entspannung und Erweiterung der Blutgefäße zu erzeugen. Sie werden inhaliert (meist über die Nase) und führen zu einem schnellen Anstieg der Herzfrequenz sowie zu einem kurzfristigen Rauschgefühl. Poppers werden manchmal genutzt, um sexuelle Erfahrungen zu intensivieren oder Hemmungen zu verringern, aber ihr Gebrauch sollte mit Vorsicht erfolgen, da sie gesundheitliche Risiken bergen können. Achtung: Poppers darf niemals mit Viagra konsumiert werden! Diese Kombination kann tödlich enden.

Q

Queening

„Queening“ ist eine Praktik, bei der eine Frau auf dem Gesicht ihres/r Partners*in sitzt.

R

Reizstrom

Reizstrom im BDSM bezieht sich auf die Verwendung elektrischer Stimulation zur Erzeugung von sexueller Erregung oder sensorischen Empfindungen. Dies geschieht durch den Einsatz spezieller Geräte, die elektrische Impulse auf die Haut oder die erogenen Zonen des Körpers übertragen. Reizstrom kann Teil eines breiteren Spiels mit Schmerz, Kontrolle oder erotischer Sensation sein und erfordert ein hohes Maß an Sicherheit, Kenntnis und Zustimmung der Beteiligten. Eine sehr bekannte Marke für Reizstrom im BDSM ist „Mystim“.

Rektale Untersuchung

Eine rektale Untersuchung im BDSM bezieht sich auf die medizinische Praxis, bei der der dominante Part den Enddarm seiner/s Spielpartner*in mit einem Finger oder einem Instrument untersucht. In BDSM-Kontexten kann eine rektale Untersuchung Teil eines medizinischen Rollenspiels sein, das auf Machtspielchen, Kontrollverlust oder Tabubrüchen basiert.

Rimming

Rimming (auch als Anilingus bekannt) bezeichnet die sexuelle Praktik des oralen Stimulierens des Anus mit der Zunge und den Lippen. Diese Handlung kann Teil von intimen Beziehungen sein und wird oft als Form der erotischen Stimulation oder des Liebkosens der erogenen Zone erlebt.

Römische Dusche

Eine römische Dusche bezieht sich auf eine sexuelle Praktik, bei der Erbrochenes zur sexuellen Stimulation verwendet wird. Dabei kann das Erbrochene direkt von einer Person auf die andere geleitet werden. Diese Praktik ist Teil eines spezifischen sexuellen Fetischs und erfordert klare Absprachen, Hygienebewusstsein und gegenseitige Zustimmung zwischen den Beteiligten.

Rohrstock

Ein Rohrstock wird im BDSM verwendet, um Schläge auf den Körper des Spielpartners/der Spielpartnerin zu verabreichen, insbesondere auf das Gesäß. Dies dient oft zur Bestrafung, Disziplinierung oder zur Erzeugung von Schmerzreizen, die Teil eines Machtspiels oder einer Unterwerfungsdynamik sind. Die Anwendung eines Rohrstocks erfordert klare Absprachen über Grenzen und Sicherheit, um sicherzustellen, dass die Erfahrung für beide Partner sicher und konsensuell ist. Es gibt geschälte und ungeschälte Rohrstöcker. Ein geschälter Rohrstock gibt einen eher pieksenden Schmerz, ein ungeschälter Rohrstock erbringt einen eher dumpferen Schmerz.

Role Play

Der Begriff „Role Play“ kommt aus dem Englischen und ist das Einnehmen von Rollen, oft mit spezifischen Szenarien oder Geschichten (Rollenspiele).

S

Sadismus/Sadism

Sadismus bedeutet, die Lust am Zufügen von Schmerz oder Demütigung.

Safe Word

Der Begriff „Safe Word“ kommt aus dem Englischen und ist ein vereinbartes Wort oder Signal, das verwendet wird, um eine BDSM-Szene sofort zu beenden. Das in der BDSM-Szene meist verbreitetste Safe Word ist „Gnade“. Es werden jedoch auch oft die Farben aus dem Ampel-System verwendet.

Shibari

Shibari ist eine japanische Kunst des Bondage, bei der kunstvolle Knoten und Muster verwendet werden, um den Körper des Partners zu fesseln. Diese Praxis betont Ästhetik, Präzision und die körperliche und emotionale Verbindung zwischen den Partnern. Shibari wird sowohl in der BDSM-Szene als auch als eigenständige Form der künstlerischen und erotischen Ausdrucksweise praktiziert.

Seilzug

Ein Seilzug im Domina-Studio wird oft verwendet, um eine Vielzahl von BDSM-Szenarien zu unterstützen, insbesondere für Bondage und Fesselung. Er ermöglicht es, den Körper des unterwürfigen Partners in verschiedenen Positionen zu fixieren oder zu bewegen, was zur Erhöhung der Spannung und der Kontrolle beiträgt. Der Seilzug kann auch verwendet werden, um eine symbolische oder praktische Darstellung von Macht und Unterwerfung zu unterstützen, je nach den Bedürfnissen und Vorlieben der Beteiligten. So kann man am Seilzug den passiven Part auch z. B. über Kopf aufhängen.

Session

Eine Session im BDSM bezieht sich auf eine geplante und strukturierte Zeitperiode, in der BDSM-Aktivitäten zwischen den beteiligten Partner*innen stattfinden. Während einer Session können verschiedene Praktiken wie Bondage, Bestrafung, Rollenspiele oder sensorische Stimulation durchgeführt werden. Sessions sind durch klare Vereinbarungen, Grenzen und Kommunikation gekennzeichnet, um sicherzustellen, dass die Erfahrung für alle Beteiligten sicher, einvernehmlich und erfüllend ist.

Sissification

Unter „Sissification“ ist das Verwandeln vom Mann zur Frau im spielerischen BDSM-Kontext bekannt. Hier nimmt ein Mann die Rolle der Frau ein, in der er weiblich geschminkt und gestylet wird. Oft wird ihm dann beigebracht, wie er sich als Frau verhält und bewegt.

Sklave/Slave/Sklavin

Ein Sklave im BDSM ist eine Person, die freiwillig die unterwürfige Rolle einnimmt und sich der Autorität und Kontrolle eines dominanten Partsunterwirft. Diese Rolle kann verschiedene Formen von Dienstleistung, Gehorsam und Unterwerfung umfassen, die oft durch klare Regeln und Vereinbarungen definiert sind. Der Begriff "Sklave" kann sowohl für zeitlich begrenzte Szenarien als auch für langfristige Beziehungen innerhalb des BDSM verwendet werden.

Sklavenstuhl

Ein Sklavenstuhl im BDSM ist ein spezielles Möbelstück, das oft in Domina-Studios oder bei privaten BDSM-Praktiken verwendet wird. Er ist so konstruiert, dass der Sklave in einer bestimmten Position fixiert oder gefesselt werden kann, um die Bewegungsfreiheit einzuschränken oder eine bestimmte Haltung aufrechtzuerhalten. Diese Stühle können verschiedene Ausstattungen haben, um die körperliche Unterwerfung und die Erniedrigung des Sklaven zu verstärken können Teil komplexer Bondage- oder Erziehungsszenarien sein.

Sling

Ein Sling im Domina-Studio ist eine spezielles Möbelstück (ähnlich einer Schaukel), das verwendet wird, um den unterwürfigen Part in eine bestimmte Position zu bringen, um ihn/sie darin zu bespielen. Er besteht aus einem stabilen Gestell, an dem oft Leder- oder Stoffriemen befestigt sind, in die der passive Part eingehängt wird, um bequem und sicher zu hängen. Sling-Sitzungen können für verschiedenste Aktivitäten wie anale oder vaginale Stimulation, Bondage-Spiele oder zur Präsentation des Körpers in erregender Weise genutzt werden.

SM

SM steht für Sadomasochismus, eine Praxis innerhalb des BDSM, die sich auf die Kombination von sadistischen (die Kontrolle und Macht genießenden) und masochistischen (die Unterwerfung und Bestrafung genießenden) Elementen konzentriert. In SM-Beziehungen werden oft Schmerz, Dominanz, Unterwerfung und die bewusste Suche nach Erregung und Lust erlebt. Diese Praxis basiert auf gegenseitigem Einverständnis, Respekt und klaren Vereinbarungen über Grenzen und Sicherheit.

Spanking

Spanking bezeichnet das Schlagen oder Klatschen auf den Gesäßbereich einer Person, oft als Teil von BDSM-Praktiken oder erotischen Spielen. Dies geschieht normalerweise mit der Hand oder mit speziellen Werkzeugen wie Paddeln oder Rohrstöcken, um eine Mischung aus körperlicher Stimulation, Schmerz und Machtspiel zu erzeugen. Spanking kann zur sexuellen Erregung, Bestrafung oder als Ausdruck der Dominanz und Unterwerfung innerhalb einer konsensuellen BDSM-Dynamik verwendet werden.

Spitting

Spitting im BDSM bezieht sich auf die Praxis des gezielten Spuckens auf den Körper oder ins Gesicht eines Partners als Teil eines Machtspiels oder einer Erniedrigung. Diese Handlung kann sowohl zur sexuellen Erregung als auch zur symbolischen Darstellung von Macht und Unterwerfung dienen. Spitting erfordert klare Absprachen über Vorlieben, Grenzen und Hygiene zwischen den Beteiligten, um sicherzustellen, dass die Erfahrung für alle sicher und einvernehmlich ist.

Strap-On

Ein Strap-on ist ein sexuelles Hilfsmittel, das aus einem Gurtzeug besteht, das um die Hüften oder Taille einer Person gelegt wird. An diesem Gurtzeug ist ein Dildo befestigt, der verwendet wird, um vaginale oder anale Penetration bei dem passiven Part durchzuführen. Strap-ons kommen in verschiedenen Größen und Formen und können von Menschen aller Geschlechter verwendet werden, um verschiedene sexuelle Erfahrungen zu erleben oder Rollen im Schlafzimmer zu erkunden.

Streckbank

Eine Streckbank im Domina-Studio ist ein spezielles Möbelstück, das verwendet wird, um den unterwürfigen Part in einer bestimmten Position zu fixieren und zu dehnen. Sie besteht typischerweise aus einer langen, flachen Oberfläche, an der Arme und Beine des passiven Parts mit Riemen oder Ketten befestigt werden können. Die Streckbank ermöglicht es, der dominanten Person, die Bewegungsfreiheit des passiven Parts zu kontrollieren und verschiedene Formen der Dominanz, Erziehung oder Erniedrigung auszuüben.

Stromgerät

Ein Stromgerät im BDSM, wie etwa ein TENS-Gerät (Transkutane Elektrische Nervenstimulation), wird verwendet, um elektrische Impulse auf die Haut oder die erogenen Zonen des Partners/der Partnerin zu übertragen. Diese Impulse können zur Erzeugung von sensorischen Empfindungen, zur Steigerung der Erregung oder zur intensiveren Stimulation verwendet werden. Der Einsatz eines Stromgeräts erfordert ein hohes Maß an Kenntnis, Sicherheitsbewusstsein und klare Kommunikation über Vorlieben und Grenzen zwischen den Beteiligten. Die bekannte Marke für Strom-Geräte ist „Mystim“

Stromgerät

Ein Stromgerät im BDSM, wie etwa ein TENS-Gerät (Transkutane Elektrische Nervenstimulation), wird verwendet, um elektrische Impulse auf die Haut oder die erogenen Zonen des Partners/der Partnerin zu übertragen. Diese Impulse können zur Erzeugung von sensorischen Empfindungen, zur Steigerung der Erregung oder zur intensiveren Stimulation verwendet werden. Der Einsatz eines Stromgeräts erfordert ein hohes Maß an Kenntnis, Sicherheitsbewusstsein und klare Kommunikation über Vorlieben und Grenzen zwischen den Beteiligten. Die bekannte Marke für Strom-Geräte ist „Mystim“

Sub

Ein/e Sub im BDSM ist eine Person, die die unterwürfige oder dienende Rolle in einer BDSM-Beziehung einnimmt. Subs geben meist die Kontrolle an ihren dominanten Partner ab und genießen es, Anweisungen zu befolgen oder erotische Aufgaben zu erfüllen. Diese Rolle kann sowohl physisch als auch emotional intensiv sein und beruht auf klaren Vereinbarungen und gegenseitigem Respekt innerhalb des BDSM-Kontexts.

Switcher*in

Ein/e Switch/erin ist eine Person, die zwischen der passiven und aktiven Rolle im BDSM oder privaten Beziehungen switcht.

T

Tease & Denial

Tease & Denial bedeutet das Spielen mit der Lust der/des Spielpartner*in in privaten oder BDSM-Beziehungen.

T*tungsrollenspiele

T*tungsrollenspiele sind eine extreme Form der Rollenspiele, in der ein Spielpartner das durch sexuelle Lust getriebene Verlangen hat, in dem Rollenspiel spielerisch get*tet zu werden. Am Ende des Rollenspiels steht meist der Orgasmus der passiven Person im Vordergrund.

Total Power Exchange (TPE)

TPE ist eine Beziehung, in der der/die dominante Rolle die vollständige Kontrolle über den/die Sub hat.

Twentyfour-Seven (24/7-Beziehungen)

Dies ist eine Form im BDSM, inder das Spiel nicht auf eine begrenzte Zeit befristet ist, sondern stetig besteht.

U

Uniform Fetisch

Uniform Fetisch ist eine Vorliebe für bestimmte Uniformen als erotisches Stimulus.

V

Voyeurismus

Unter „Voyseurismus“ ist die Lust am Beobachten anderer bei sexuellen Aktivitäten zu verstehen.

Vibrator

Ein Vibrator ist ein vibrierender Dildo, der durch Batterie oder Strom angeschaltet werden kann.

Vibro-Ei

Ein „Vibro-Ei“ ist ein Sexspielzeug in Form eines Eies, welches rektal oder vaginal eingeführt werden kann. Durch das Anschalten an der Fernbedienung wird die Vibration in der gewünschten Intensität eingeschaltet.

Vomit

er Begriff „Vomit“ kommt aus dem Englischen und steht für den Fachbegriff „Römische Dusche“. Darunter wird das Erbrechen im sexuellen Kontext verstanden, auf den Körper oder in den Mund des passiven Parts.

Vorführung

„Vorführung“ ist eine Vorliebe von Menschen, die sich gern bei sexuellen oder BDSM-Praktiken zusehen lassen.

W

Wartenbergrad

Das Wartenbergrad ist ein Nadelrat, was im sexuellen- oder BDSM-Kontext verwendet wird. Das Gleiten über die Haut dieses pieksenden Werkzeugs kann stimulierend wirken. Herr Wartenberg war Neurologe und hat das Nadelrad erfunden. Wetlook: Wetlook ist ein glänzendes Material, welches vorwiegend für Fetischkleidung verwendet wird. Viele Menschen finden das Material visuell oder haptisch erotisch.

Whipping

Unter „whipping“ wird das Schlagen mit einer Peitsche/mit Peitschen verstanden.

X

X-Frame

„X-Frame“ (auf deutsch „Andreaskreuz“) ist ein speziell geformter Rahmen, oft in Form eines X, an dem eine Person gefesselt werden kann.

Y

Yoni

„Yoni“ ist ein Begriff für die weiblichen Genitalien, der oft in tantrischen oder spirituellen BDSM-Praktiken verwendet.

Z

Zofe

Im BDSM spricht man von einer Zofe, wenn eine weibliche Person einer dominanten Person dient.

Der BDSM Ratgeber von Aurora Nia Noxx

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Begriffe mit A von Aftercare bis Anal-Play

Der Buchstabe A markiert den Beginn des Lexikons und beinhaltet einige der wichtigsten Grundlagen für sicheres und erfüllendes Ausleben von Fetischen. Allen voran steht die Aftercare, die liebevolle Fürsorge und das gemeinsame Herunterkommen nach einer intensiven Session, um die psychische und physische Balance wiederherzustellen. Ein zentraler Begriff für den sicheren Rahmen ist zudem das Abgasmessgerät-Prinzip bzw. die Nutzung von klaren Absprachen, bei denen Tabus und Wünsche im Vorfeld definiert werden. Im Bereich der Praktiken und Vorlieben deckt das A ebenso das Anal-Play (die anale Stimulation) wie auch das Age Play (das Einnehmen von Rollen bestimmter Altersstufen) ab. Abgerundet wird dieses Spektrum durch visuelle und haptische Reize wie Asphyxiophilie (kontrollierter Sauerstoffentzug unter extremen Sicherheitsvorkehrungen) oder das Tragen von aufregender Atemschutzmasken- und Anzug-Fetischkleidung.

Abbinden

Im BDSM bezeichnet der Begriff „Abbinden“ (englisch: „binding“ oder „tying off“) das Umwickeln eines Körperteils, des Penis, mit Seilen, Bändern oder anderen Materialien, um den Blutfluss zu reduzieren oder zu unterbrechen. Diese Praktik erhöht die Empfindlichkeit und Intensivierung der Empfindungen.

Abmelken

Der Begriff „Abmelken“ (englisch: „milking“) ist eine Praktik im BDSM, bei der der Penis und/oder die Prostata gezielt stimuliert werden, um eine Ejakulation herbeizuführen. Oft passiert das ohne die betroffene Person dabei aktiv masturbiert oder sexuelle Lust empfindet. Diese Technik wird häufig in Dominanz- und Unterwerfungs-Szenarien eingesetzt und kann sowohl physisch als auch psychisch herausfordernd sein.

Aftercare

Aftercare ist die Betreuung nach einer BDSM-Session, bei der die Beteiligten physisch und emotional für einander da sind, um sicherzustellen, dass sie sich wohl und sicher fühlen.

Age Play

Age Play ist eine Form des Rollenspiels, bei dem die Teilnehmer*innen unterschiedliche Altersrollen einnehmen, oft verbunden mit Machtgefällen.

Anal Hook

Der Anal Hook (oder auch Analhaken) ist ein BDSM-Spielzeug, das anal eingeführt wird und oft mit Seilen oder anderen Geräten zur Immobilisierung hinterm Rücken verbunden wird.

Anal Plug

Ein Anal-Plug, auch bekannt als Butt Plug, ist ein speziell entworfenes Sexspielzeug, das für die anale Stimulation verwendet wird. Er wird in den Anus eingeführt und kann dort für kurze oder längere Zeit verbleiben. Anal-Plugs gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Materialien. Anal-Plugs können sowohl von Männern als auch von Frauen verwendet werden.

Anal Spiele

Bei Anal-Spielen wird der Anus stimuliert. Diese Praktiken können sowohl von dominanten als auch von unterwürfigen Partnern durchgeführt werden und beinhalten eine Vielzahl von Techniken und Spielzeugen. Anal-Spiele können sowohl zur Steigerung des sexuellen Vergnügens, als auch als Teil von Macht- und Kontrollszenarien eingesetzt werden. Hier geht es um das Stimulieren und dehnen des Anus, ggf. auch bis zum Fisten.

Asphyxiophilia

Asphyxiophilia ist eine Praktik, bei der das Gefühl des Sauerstoffentzugs sexuelle Erregung hervorruft. Diese Praktik kann extrem gefährlich sein und sollte nur mit großer Vorsicht und Erfahrung durchgeführt werden.

Atemreduktion

Im BDSM-Kontext bezeichnet Atemreduktion (englisch: „breath play„) Praktiken, bei denen die Atmung einer Person bewusst eingeschränkt oder kontrolliert wird. Diese Form des Spiels kann sehr intensiv sein und erfordert ein hohes Maß an Vertrauen, Kommunikation und Kenntnis der Risiken, da sie potenziell gefährlich sein kann. Sie sollte nur mit Vorsicht und Erfahrung durchgeführt werden.

B

Begriffe mit B von Bondage bis Breath Play

Der Buchstabe B deckt einige der fundamentalsten Begriffe und Praktiken der Fetisch-Szene ab. Allen voran steht das Akronym BDSM selbst, welches für Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism steht und auf absoluter Einvernehmlichkeit, Vertrauen und Sicherheit basiert. Ein zentraler Bestandteil ist dabei das Bondage, also das kunstvolle Fesseln und Immobilisieren des Partners, welches durch spezielle Fixierungsmöbel wie einen Bodenpranger für Bestrafungen und Erniedrigungen ergänzt werden kann. Zur Einschränkung der verbalen Kommunikation wird häufig ein Ball Gag (Mundknebel in Kugelform) eingesetzt.

Baby-Games

„Babygames“ (auch „Age Play“ genannt) im BDSM bezieht sich auf Rollenspiele, bei denen ein oder mehrere Teilnehmer*innen Rollen einnehmen, die typischerweise mit Säuglingen, Kleinkindern oder jungen Kindern assoziiert werden. Diese Spiele können verschiedene Elemente umfassen, wie das Tragen von Windeln, Flaschennahrung, das Nutzen von Schnullern, das Tragen von Babykleidung und das Spielen mit typischem Kinderspielzeug.

BDSM

BDSM steht für Bondage und Discipline (BD), Dominance und Submission (DS), sowie Sadism und Masochism (SM). Es umfasst Praktiken und Beziehungen, bei denen Macht, Kontrolle, Schmerz und Lust eine Rolle spielen. Ein wesentliches Prinzip ist die Einvernehmlichkeit, bei der alle beteiligten Personen freiwillig und wissentlich zustimmen. Kommunikation, Vertrauen und Sicherheit sind zentrale Aspekte im BDSM, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten positive und respektvolle Erfahrungen machen.

Bizarrlady

Eine Bizarrlady ist eine Frau, die im BDSM-Bereich den dominanten Part einnimmt und oft außergewöhnliche Praktiken oder Fetische bedient. Sie bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen an, die von klassischer Dominanz bis hin nahbaren, also berührbaren Vorlieben reichen können. Bizarrladies bieten Lecksklavenerziehung oder sogar Sex an. Das Maß der Berührbarkeit bestimmt jede Bizarrlady selbst.

Blood Play

Als Blood Play bezeichnet man Spiele mit der weiblichen Menstruation. 

Brat = Eine*n Brat heißt übersetzt “freche Göre” und bedeutet eine*n Sklav*in, der/die sich im Spiel frech benimmt.

Bondage

Bonage ist das Fesseln und Immobilisieren einer Person, oft mit Seilen, Handschellen oder anderen Fesseln.

Breath Play

Breath Play sind Spielarten, bei denen der Atem kontrolliert oder eingeschränkt wird. Dies kann sehr gefährlich sein und sollte nur von erfahrenen Praktizierenden durchgeführt werden.

C

Begriffe mit C von CBT bis Chastity

Der Buchstabe C führt tiefer in die intensiven und psychologischen Facetten des BDSM. Ein zentrales Element ist hierbei Chastity (die Keuschhaltung), bei der die sexuelle Befreiung des Partners durch den Einsatz von Keuschheitsgürteln kontrolliert wird, was oft eng mit Cuckolding oder intensiven Machtspielen verknüpft ist. Im Bereich der körperlichen Reize und Schmerzerfahrung steht CBT (Cock and Ball Torture) für die gezielte Stimulation oder das Quälen der männlichen Genitalien. Psychologische Dynamiken werden durch Consensual Non-Consent (einvernehmliche Grenzüberschreitung) abgebildet, bei der Tabubrüche in einem streng definierten, sicheren Rahmen ausgehandelt werden. Ergänzt wird dieses Spektrum durch den Clean-Fetisch, bei dem das Reinigen oder die sterile Ästhetik im Vordergrund stehen, sowie durch den klassischen Cane (Rohrstock), der als traditionelles Werkzeug für Züchtigungen und Bestrafungs-Sessions eingesetzt wird.

Clinical (medical) Roleplay

Clinical/Medical Roleplay bezieht sich auf Simulationen oder Rollenspiele, bei denen Personen Szenarien aus dem medizinischen Bereich nachstellen. Dies können authentische Klinikspiele oder bizarre Klinikspiele sein.

Crossdresser

Ein Crossdresser ist eine Person, die gelegentlich Kleidung und Accessoires trägt, die traditionell dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Dies geschieht oft aus persönlichem Vergnügen oder um eine andere Geschlechteridentität zu erkunden. Crossdressen kann Teil einer größeren Selbstentdeckungsreise oder eines Ausdrucks der Geschlechtsidentität sein.

Crushing

Unter Crushing versteht man das Zertreten von Dingen, wie z. B. Lebensmitteln oder elektronischen Gegenständen. Es gibt Menschen, die beim Betrachten von Crushing sexuelle Erregung empfinden.  

Cuckold 

„Cuckold“ bezeichnet einen Mann, dessen Partnerin ihn sexuell mit einem anderen Mann betrügt. Der Begriff stammt aus dem Mittelalter und wurde ursprünglich verwendet, um Männer zu verspotten, die unwissentlich betrogen wurden. Im BDSM-Context findet es einvernehmlichen und zur fetischistischen Befriedigung statt.

D

Begriffe mit D von Domina bis Deepthroat

Der Buchstabe D steht im BDSM ganz im Zeichen von Rollenverteilung und intensiver Hingabe. Im Mittelpunkt steht hierbei die Domina (oder der Dominant), welche den aktiven, kontrollierenden Part in der Session übernimmt und die Führung leitet. Das Gegenstück dazu bildet die Devotion, also die bedingungslose Unterwerfung und Hingabe des submissiven Parts. Ein weiteres zentrales Konzept ist D/s (Dominance and Submission), welches die psychologische Dynamik von Machtabgabe und Kontrolle beschreibt. Im Bereich der Praktiken umfasst dieser Buchstabe zudem das Dogplay, ein Rollenspiel, bei dem ein Partner die Rolle eines Hundes einnimmt, sowie das Denial (Orgasmusverzögerung oder -verweigerung) als Form der sexuellen Geduldsprobe. Abgerundet wird das Spektrum durch intensive körperliche Techniken wie Deepthroat oder die bewusste Degradierung (Demütigung) als psychologisches Element im sadomasochistischen Spiel.

D/S (Dominance and Submission)

D/S ist eine Beziehung oder Praktik, bei der eine dominante Person die Kontrolle übernimmt und die andere Person (Sub) sich unterwirft.

Dilator

Ein Dilator ist ein medizinisches Instrument, das im BDSM sowohl im weißen Bereich (also der Kliniik) aber auch im schwarzen Bereich verwendet wird, um die Harnröhre zu erweitern und zu dehnen. Es besteht aus Kunststoff oder Silikon.

Dirty Talk

Dirty Talk ist das Kommunizieren im Bett mit lustvollen Worten, um das Liebes- oder BDSM-Spiel einzuheißen. Denn: Sex ist Kopfsache!

Dom

Master/Herr – männliche dominanz

Domina

Eine Domina ist eine Frau, die im BDSM die dominante Rolle einnimmt und ihre Macht über ihre(n) unterwürfige(n) Partner(in) ausübt. Sie kann sowohl physische als auch psychologische Kontrolle übernehmen und verschiedene Praktiken wie Bondage, Bestrafung oder Erniedrigung anwenden. „Domina“ ist auch ein Begriff, der oft im professionellen BDSM-Umfeld verwendet wird, wo sie gegen Bezahlung Dienste anbietet.

E

Begriffe mit E von Edgeplay bis Erziehung

Der Buchstabe E widmet sich sowohl den psychologischen als auch den physischen Grenzerfahrungen des Fetisch-Bereichs. Ein zentrales Element ist hierbei das Edgeplay, welches Praktiken beschreibt, die sich am äußersten Rand des psychisch oder physisch Risikobaren bewegen und ein extrem hohes Maß an Vertrauen erfordern. Eng damit verbunden ist das Edging, die gezielte Orgasmusverzögerung, bei der der submissive Part immer wieder an den Rand des Höhepunktes gebracht wird, ohne ihn jedoch überschreiten zu dürfen. Im Bereich der Beziehungsdynamiken steht die Erziehung (Sklaven- oder Sub-Erziehung) im Vordergrund, bei der durch feste Regeln, Strafen und Belohnungen das Verhalten des Gegenübers geformt wird. Ergänzt wird dieses Spektrum durch körperliche Reize wie Electrosex (E-Stim), bei dem kontrollierter Reizstrom für Lust- oder Schmerzerlebnisse sorgt, sowie durch die gezielte Erniedrigung als wirkungsvolles Werkzeug für psychologische Machtspiele.

Edge Play

Edge Play sind Spielarten im BDSM, die als besonders riskant oder gefährlich gelten, wie Messerspiele, Atemkontrolle oder Feuer. Sie gelten auch als „Kanten-Spiele“, das Spiel mit persönlichen Grenzen. 

Erotische Hypnose

Erotische Hypnose im BDSM ist eine Technik, bei der eine dominante Person durch Suggestion (geistig-seelische Beeinflussung) und mentale Beeinflussung das Unterbewusstsein der submissiven Person anspricht, um Lust, Gehorsam oder bestimmte Empfindungen zu verstärken. Die hypnotisierende Person kann dadurch Fantasien realitätsnah erlebbar machen und eine intensive mentale Verbindung mit der hypnotisierten Person schaffen.

F

Begriffe mit F von Femdom bis Flogging

Der Buchstabe F beleuchtet einige der populärsten Rollenbilder und sadistischen Praktiken der Szene. Allen voran steht Femdom (Female Dominance), die weibliche Vormachtstellung, bei der eine dominante Frau die absolute Kontrolle über ihren Partner übernimmt. Eine spezielle und weltweit verbreitete Form dieser Dynamik ist Findom (Finanzielle Dominanz), bei der der submissive Part Befriedigung durch das freiwillige Überweisen von Geld oder Geschenken an seine Herrin erfährt. Im Bereich der körperlichen Einwirkungen steht das Flogging im Mittelpunkt, das rhythmische Schlagen mit einer Peitsche mit vielen weichen Riemen, um großflächige Schmerz- oder Lustreize zu erzeugen. Ergänzt wird dieses Spektrum durch intensive körperliche Praktiken wie Fisting (das Einführen der Hand in Körperöffnungen) oder Facesitting, bei dem der dominante Part sich auf das Gesicht des Partners setzt, sowie durch visuelle Vorlieben wie den klassischen Fußfetisch.

Facesitting

Facesitting im BDSM bezeichnet eine Praktik, bei der eine Person (oft die dominante Partnerin) sich auf das Gesicht der anderen Person (oft der unterwürfige Part) setzt. Dies geschieht nackt oder bekleidet und kann Teil von erotischem Spiel, Machtübergabe oder Erniedrigung sein. Dabei wird oft der Atemkontrolle und der Stimulation der Genitalien große Aufmerksamkeit geschenkt.

FemDom

Der Begriff FemDom steht für female Domination, somit eine dominante Frau.

Feminisierung

Der Vorgang der schrittweisen Verweiblichung einer männlichen Person wird als Feminisierung bezeichnet. Bei der Feminisierung in BDSM-Sessions wird die männliche Person oft weiblich geschminkt, gestylt und angezogen. Oft findet dann das Erlernen von frauentypischer Gestik und Mimik statt. Es kann in Szenarien übergehen, in den die feminisierte Person als Hure ausgebildet wird.

Fesselspiele

Fesselspiele sind im BDSM sehr reizvoll, da sich der passive Part in diesem Moment nicht mehr bewegen kann. Sie können mit Hand- und Fußfesseln, Seilen, Folien, Ketten oder anderem Equipment ausgeführt werden. 

G

Begriffe mit G von Gimp bis Gag

Der Buchstabe G bringt eine Vielzahl von optischen Reizen und Werkzeugen zur Bewegungseinschränkung ins Spiel. Ein ikonischer Begriff ist hierbei der Gimp (oder Gimp Suit), ein hautenger Vollkörperanzug aus Latex oder Leder, der den Träger oft komplett anonymisiert und seine Sinne einschränkt. Zur Einschränkung der verbalen Kommunikation und zur Fixierung des Kiefers wird der Gag (Mundknebel) in seinen verschiedensten Ausführungen genutzt. Im Bereich der psychologischen Machtverhältnisse und Rollenspiele beschreibt das Gaslighting, obwohl im Alltag negativ besetzt, im konsensuellen BDSM-Kontext manchmal gezielte Verwirrspiele zur psychischen Dominanz. Auf körperlicher Ebene umfasst dieser Buchstabe zudem das Ganking (Überraschungs- oder Überwältigungsspiele), die gezielte Stimulation der G-Zone bei intensiven Sessions sowie das Golden Shower (Natursekt/Urophilie) für Liebhaber spezieller Flüssigkeits- und Demütigungsfetische.

H

Begriffe mit H von Hardcore bis Handcuffs

Der Buchstabe H umfasst sowohl die klassischen Werkzeuge der Fixierung als auch tiefgreifende psychologische Konzepte. Ein absolutes Symbol der Szene sind die Handcuffs (Handschellen), die als Einstieg oder fester Bestandteil fast jeder Fesselungs-Session dienen. In den Beziehungsstrukturen spielt die Herrin eine zentrale Rolle als weiblicher, bestimmender Part, der Gehorsam und Respekt einfordert. Auf körperlicher Ebene bezeichnet Hardcore besonders intensive, schmerzhafte oder kompromisslose Spielarten, während das Humiliation (Demütigung) als mächtiges psychologisches Werkzeug genutzt wird, um den submissiven Part durch bewusste Erniedrigung emotional zu öffnen. Ergänzt wird dieses Spektrum durch spezielle Hilfsmittel wie das Heavy Duty (extrem sichere, schwere Fixierungen), das Tragen von High Heels für den dominanten Auftritt sowie den Hogtie, eine intensive Fesselungsmethode, bei der Hände und Füße hinter dem Rücken eng zusammengebunden werden.

I

Begriffe mit I von Impact Play bis Isolation

Der Buchstabe I verbindet intensive Sinnesreize mit tiefgehender psychologischer Kontrolle. Ein zentraler Begriff ist das Impact Play, welches alle Form von Schlagspielarten umfasst – von sanftem Tätscheln bis hin zu intensiven Hieben mit Gerte, Rohrstock oder Peitsche. Zur gezielten Manipulierung der Wahrnehmung dient die Isolation, bei der der submissive Part durch Augenbinden, Kopfhörer oder schallisolierte Räume komplett von äußeren Einflüssen abgeschirmt wird. Im Bereich der psychologischen Machtgefüge steht die Immobilisierung für die absolute Bewegungslosigkeit und das Ausgeliefertsein während einer Fesselung. Ergänzt wird dieser Buchstabe durch den Begriff der Instruction, also die präzise Anweisung und Regelerteilung durch den dominanten Part, sowie die Sensibilisierung durch kleine Nadelstiche oder elektrische Impulse im Rahmen der sogenannten Infliction.

J

Begriffe mit J von JOI bis Joyride

Der Buchstabe J zeichnet sich durch spezifische, hochfokussierte Praktiken und moderne Begriffe der Fetisch-Kultur aus. Allen voran steht JOI (Jerk Off Instruction), eine beliebte Form der verbalen Dominanz, bei der die Herrin oder der Dominant präzise, oft strenge Anweisungen zur Selbstbefriedigung gibt. Ein weiteres zentrales Werkzeug ist der Jockey Stick (oder die Reitgerte), der beim Impact Play für punktgenaue, scharfe Schmerzreize eingesetzt wird. Im Bereich der Rollenspiele beschreibt der Joyride das gemeinsame, oft spontane Austesten neuer dramatischer Szenarien und Machtdynamiken. Ergänzt wird dieses Spektrum durch Jail Play (Gefängnis- und Verwahrungs-Rollenspiele), bei denen Schloss, Riegel und die absolute Verwahrung des submissiven Parts das Gefühl des Kontrollverlusts verstärken.

K

Begriffe mit K von Keuschhaltung bis Knebel

Der Buchstabe K steht für strikte Kontrolle, körperliche Reize und klassische Fetisch-Elemente. Einen zentralen Platz nimmt die Keuschhaltung (Chastity) ein, bei der der dominante Part die Kontrolle über den Orgasmus des Sub mittels Keuschheitsgürtel oder -käfig übernimmt. Zur visuellen und haptischen Stimulation gehört Kink, als Sammelbegriff für außergewöhnliche Neigungen und Praktiken abseits der Norm. Im Bereich der Werkzeuge und Fixierungen spielt der Knebel (ob Ball-Gag, Ring-Gag oder Tape) eine Hauptrolle, um Schreie zu dämpfen und die Sprechfähigkeit einzuschränken. Auf psychologischer wie körperlicher Ebene begegnen uns der Klinikfetisch (Medizinisches Rollenspiel), die Kopf-Fixierung zur vollständigen Immobilisierung des Blickfelds sowie die Körperstrafen, die von leichten Schlägen bis hin zu strukturierten Prügel-Sessions reichen.

L

Begriffe mit L von Latex bis Leder

Der Buchstabe L verbindet faszinierende Materialien mit tiefen psychologischen Zuständen. In der Welt der Fetisch-Bekleidung spielen Latex und Leder die Hauptrollen, da sie durch ihren Geruch, ihren Glanz und das enge Tragegefühl eine besondere Faszination ausüben. Auf psychologischer Ebene beschreibt der Begriff Lifestyler Personen, die BDSM und dominant-submissive Dynamiken rund um die Uhr in ihren Alltag integrieren. Ein intensiver Zustand während oder nach einer Session ist das Loss of Control, bei dem der submissive Part die Kontrolle vollständig an das Gegenüber abgibt. Ergänzt wird dieser Bereich durch den Lecksklaven, ein Rollenspiel rund um Oralsex und Demütigung, die Leinenführung zur Fesselung und Symbolisierung von Gehorsam sowie die Leather Dom, die ihre Dominanz mit Vorliebe im klassischen Leder-Outfit auslebt.

M

Begriffe mit M von Masochismus bis Mistress

Der Buchstabe M umfasst Grundpfeiler des BDSM sowie zentrale Begriffe der dominanten Rolle. Allen voran steht der Masochismus, die Lust am Erleben von Schmerz, Demütigung oder Machtabgabe. Die weibliche Führungsperson wird oft als Mistress bezeichnet, die strenge Regeln vorgibt und Sessions leitet. Auf psychologischer und erzieherischer Ebene beschreibt Mind Control die mentale Einflussnahme und Kontrolle über Gedanken und Handlungen des submissiven Parts. Ergänzt wird dieses Spektrum durch das Mummification Play, bei dem der Körper komplett eingewickelt und absolut bewegungsunfähig gemacht wird, das Medical Play als medizinisches Rollenspiel mit Kathetern, Spritzen oder Steskopen sowie den Begriff Muzzling für das Anlegen eines Maulkorbs zur optischen und verbalen Einschränkung.

N

Begriffe mit N von Nadelarbeit bis Nipple Play

Der Buchstabe N steht für intensive Sinneseindrücke, verfeinerte Techniken und spezielle Vorlieben. Im Bereich des körperlichen Schmerzempfindens bezeichnet Nadelarbeit (Play Piercing) das vorsichtige, temporäre Einstechen von medizinischen Kanülen oder Nadeln unter die Haut für ästhetische und Schmerzreize. Eine weitere beliebte Praktik ist das Nipple Play, bei dem die Brustwarzen durch Klammern, Gewichte, Saugglocken oder sanfte Massage stimuliert werden. Auf psychologischer und sensorischer Ebene begegnen uns das Numbing, das gezielte Herbeiführen von Taubheitsgefühlen durch Fesselung oder Eis, sowie das Nacktgebot, welches den submissiven Part durch das Entkleiden in einen Zustand der Verletzlichkeit und vollkommenen Transparenz versetzt. Ergänzt wird dieser Bereich durch Begriffe wie Non-PNS für verabredete, nicht-penetrative Sessions und Nipple Clamps als klassisches Werkzeug der Stimulation.

O

Begriffe mit O von Obedience bis Orgasm Denial

Der Buchstabe O widmet sich der Machtabgabe, Gehorsam und der exakten Steuerung sexueller Lust. Im Zentrum der psychologischen Dynamik steht Obedience, die bedingungslose Folgsamkeit und das Ausführen von Befehlen des dominanten Parts. Eine der verbreitetsten Praktiken in diesem Bereich ist Orgasm Denial, das gezielte Verweigern des Höhepunkts, um Verlangen und Kontrolle über längere Zeiträume extrem zu steigern. Ergänzt wird dies durch das Overstimulation Play, bei dem der Körper über den Punkt der Sättigung hinaus weiter stimuliert wird, sowie das Objectification Play, bei dem der submissive Part symbolisch oder praktisch wie ein Gegenstand behandelt wird. Im Bereich des Rollenspiels und der Erziehung begegnen uns zudem das Ownership, das Gefühl oder die Vereinbarung des Besitzanspruchs über den Partner, sowie das O-Ring-Halsband als klassisches Fetisch-Symbol für Zugehörigkeit und Hingabe.

P

Begriffe mit P von Pegging bis Petplay

Der Buchstabe P deckt ein breites Feld an Praktiken, Rollenspielen und Erziehungsmethoden ab. Ein zentrales Element im Bereich der körperlichen Reize ist das Penis abbinden, bei dem die Blutzufuhr oder der Samenleiter durch Hodenringe, Seile oder Bänder kontrolliert wird, um Standfestigkeit, Empfindsamkeit oder Erregung zu steuern. Im Bereich der Rollenspiele erfreut sich Petplay großer Beliebtheit, bei dem ein Partner die Rolle eines Haustiers wie Hund, Katze oder Pony einnimmt. Praktiken wie Pegging, das Analpenetrieren eines männlichen Partners durch eine Frau mittels Umschnalldildo, stellen klassische Rollenbilder auf den Kopf. Ergänzt wird dieses Spektrum durch Paddling als Züchtigungsmethode mit einem flachen Holzpaddel, Pacing zur Tempokontrolle in Sessions sowie die klassische Prostration, das demütige Flachlegen vor der dominanten Person.

Q

Begriffe mit Q von Queen bis Quickie

Der Buchstabe Q steht für seltene, aber prägnante Begriffe rund um Rollenbilder, Beziehungsstrukturen und spezifische Spielarten. Ein prominenter Begriff ist die Queen (oder BDSM-Queen), die als dominante Partnerin oder Herrin auftritt und volle Autorität über ihr Umfeld oder ihren Devoten ausübt. Im Bereich der Beziehungsdynamiken begegnet uns Queer BDSM, welches die Abkehr von heteronormativen Rollenmustern beschreibt und BDSM-Praktiken in vielfältigen Geschlechts- und Identitätskonstellationen erforscht. Auf der Ebene der Sessions bezeichnet der Begriff Quickie-Session ein kurzes, fokussiertes Spiel ohne langes Vorspiel, oft genutzt für schnelle Disziplinierung oder intensive Reize. Ergänzt wird dieses Spektrum durch das Quiet Play, bei dem Stille und lautlose Kommunikation im Vordergrund stehen, um Diskretion zu wahren oder die mentale Fokussierung zu schärfen.

R

Begriffe mit R von Rope Bondage bis Restraints

Der Buchstabe R steht im BDSM für die Kunst der Fixierung, klare Regeln und das bewusste Auskosten von Reizen. Eine der visuell prägendsten und elegantesten Disziplinen ist Rope Bondage (oft auch im japanischen Stil als Shibari bezeichnet), bei der Seile genutzt werden, um Bewegung einzuschränken, Ästhetik zu schaffen und Nähe zu erzeugen. Damit eng verbunden sind allgemeine Restraints (Fixierungen aller Art) sowie die Rolle des Rigger, der als Seilkünstler die Verantwortung für Fesselung, Sicherheit und Anatomie trägt. Auf psychologischer Ebene spielen Rules (Regeln) eine entscheidende Rolle in Erziehungs- und D/s-Beziehungen, um den Alltag oder Sessions zu strukturieren. Ergänzt wird dieser Bereich durch Praktiken wie Rimplay (Anilingus), Ropes (spezielle Fesselseile) sowie den Begriff Rerack, der das Neuordnen oder Anpassen von Fesselungen während einer intensiven Session beschreibt.

S

Begriffe mit S von Shibari bis Safe Word

Der Buchstabe S bildet das Fundament für Sicherheit, Sinnlichkeit und Schmerz im BDSM. Das absolute Zentrum jeder einvernehmlichen Session ist das Safe Word (Sicherheitswort), das es dem submissiven Part ermöglicht, das Spiel jederzeit sofort zu pausieren oder zu beenden. Auf visueller und handwerklicher Ebene steht Shibari für die japanische Kunst der Seilfesselung, bei der Ästhetik, Körpergefühl und Fesselungstechnik verschmelzen. Die psychologische und körperliche Bandbreite erstreckt sich zudem von Sadomasochismus (der Verknüpfung von Schmerz und Lust) über Spanking (das Schlagen mit der flachen Hand auf das Gesäß) bis hin zu Sensory Deprivation (dem gezielten Entzug von Sinnesreizen durch Augenbinden oder Ohrstöpsel). Abgerundet wird dieser Buchstabe durch Begrifflichkeiten wie Submissive (der hingebungsvolle Part) und Switcher (Personen, die je nach Lust und Laune zwischen der dominanten und submissiven Rolle wechseln).

T

Begriffe mit T von Top bis Topping

Der Buchstabe T steht für die Rollenverteilung, die physische Begrenzung und intensive Reize bei der Körpererforschung. Als zentraler Gegenpol zum Bottom bezeichnet der Top den aktiven Part, der die Session leitet, Reize setzt und die Verantwortung für den Ablauf trägt (auch Topping genannt). Zur physischen Fixierung kommen oft Tickler (Feder- oder Streichelruten für feine Reize) und die Tickling-Torture (Kitzelfolter als Form der bewussten Hilflosigkeit) zum Einsatz. Ein weit verbreitetes Werkzeug für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist das Tape (spezielles Bondage-Klebeband), das hautfreundlich fixiert, ohne Rückstände zu hinterlassen. Ergänzt wird dieses Spektrum durch das Tit Bondage (spezifische Fesselungen der Brust), die Triangulation (das Arbeiten mit drei Fixierungspunkten für maximale Immobilität) sowie das Transgressions-Play, bei dem Grenzen im abgesicherten Rahmen einvernehmlich ausgetestet werden.

U

Begriffe mit U von Uncensored bis Underwear

Der Buchstabe U vereint Begriffe aus den Bereichen Grenzen, Kleidung und spezifischen Neigungen. Ein zentrales Element im BDSM ist die Uncensored Communication (ungeschminkte, ehrliche Kommunikation), die vor und nach Sessions unerlässlich ist, um Wünsche, Ängste und Grenzen klar zu definieren. Im visuellen und ästhetischen Bereich spielt Underwear (spezielle Reizwäsche, oft aus Leder, Lack oder Latex) eine große Rolle, um Rollenbilder zu unterstreichen oder den Zugang zum Körper gezielt zu steuern. Ergänzt wird dieses Spektrum durch seltene und spezifische Praktiken wie die Urophilie (auch bekannt als Golden Shower oder Natursekt, das Einbeziehen von Urin in das Spiel) sowie Unconditional Submission, die im Rahmen von TPE (Total Power Exchange) die vollständige, aber stets einvernehmliche Unterwerfung beschreibt.

V

Begriffe mit V von Vanilla bis Verbal Dominance

Der Buchstabe V bringt Gegensätze, sprachliche Macht und anatomische Finesse zusammen. Als Gegenpol zur Szene steht der Begriff Vanilla (Vanille), der den „konventionellen“ Sex ohne BDSM-Elemente beschreibt. Auf der sprachlichen Ebene nutzt die Verbal Dominance Worte, Befehle oder Demütigungen, um Machtstrukturen ohne körperlichen Schmerz aufzubauen. Zur physischen Fixierung und Reizung kommen Hilfsmittel wie die Vaginalsperre (zur dauerhaften Öffnung) oder spezielle Vibratoren für die gezielte Stimulation unter Fesselung zum Einsatz. Abgerundet wird das Spektrum durch die Verniedlichung (Infantilismus oder Adult Baby Play als Rollenspiel), den Begriff der Vulnerabilität (die bewusste Verletzlichkeit, die ein Sub beim Kontrollverlust zulässt) sowie das Voyeurism Play, bei dem das Gesehenwerden oder Beobachten zum zentralen Lustfaktor wird.

W

Begriffe mit W von Whip bis Wax Play

Der Buchstabe W steht für klassische Werkzeuge, intensive Temperatursensationen und tiefgreifende mentale Zustände. Zu den bekanntesten Utensilien gehört die Whip (Peitsche), die im Impact Play für präzise Schlagmuster und Schmerzreize verwendet wird. Einen sinnlichen Zugang bietet das Wax Play, bei dem speziell schmelzendes Kerzenwachs auf die Haut getropft wird, um intensive Hitze- und Kältereize zu erzeugen. Auf psychologischer Ebene beschreibt das Waterboarding Play ein extrem grenzwertiges Rollenspiel im Bereich des Breath Control, während die Water Torture für repetitive, bewusste Sinnesreize steht. Ergänzt wird dieses Spektrum durch Warten (das gezielte Verweigern von Belohnung oder Entladung zur Steigerung der Erregung), Wundversorgung (die professionelle Nachbereitung nach intensiven Sessions) sowie das Worship Play, bei dem Körperteile wie Füße oder Hände des dominanten Parts verehrt und angebetet werden.

X

Begriffe mit X von Xenophilie bis X-Design

Der Buchstabe X gehört zu den seltesten Anfangsbuchstaben im BDSM-Kontext, steht jedoch für hochgradig spezifische Ästhetiken, abstrakte Vorlieben und visuelle Symbole. Der Begriff Xenophilie beschreibt im erweiterten Sinn die sexuelle oder erotische Anziehung zum Fremden, Ungewohnten oder Andersartigen, was sich in Rollenspielen oft in Alien- oder Fantasy-Szenarien ausdrückt. Im Bereich des BDSM-Designs begegnet uns das X-Design vor allem bei Fesselungsstühlen oder dem klassischen Andreaskreuz (X-Frame), dessen Form eine optimale Spreizung und Fixierung der Gliedmaßen ermöglicht. Ergänzt wird dieses Feld durch X-Rating (die explizite Alters- und Inhaltskennzeichnung von BDSM-Medien) sowie das X-Play, das als begrifflicher Platzhalter für extrem spezialisierte Nischenpraktiken abseits des Mainstreams genutzt wird.

Y

Begriffe mit Y von Yoni bis Yoke

Der Buchstabe Y ist im BDSM-Bereich selten vertreten, bietet aber spannende Einblicke in spezielle Werkzeuge, Symboliken und Praktiken. Ein bekanntes Instrument aus der Fesselungskunst ist das Yoke (Joch), ein Holz- oder Ledergestell, das über die Schultern gelegt wird, um die Arme in einer gestreckten Position zu fixieren und den Oberkörper immobilisieren. Auf der sinnlichen und tantrischen Ebene begegnet uns der Begriff Yoni (der Sanskrit-Begriff für die weiblichen Genitalien), der im Rahmen von Yoni Massage oder Yoni Worship für die spirituelle und bewusste Verehrung genutzt wird. Ergänzt wird dieses Spektrum durch das Yellow Play (ein englischer Fachbegriff für Urophilie bzw. Natursekt-Spiele) sowie den Y-Gag, eine spezielle Variante des Knebels, die durch ihre Y-förmige Riemenführung für einen extrem stabilen Sitz sorgt.

Z

Begriffe mit Z von Züchtigung bis Zwangsmaterial

Der Buchstabe Z bildet den kraftvollen Abschluss des Lexikons und vereint körperliche Reize, extreme Fixierungen und psychologische Rollenspiele. Im Zentrum vieler klassischer Disziplinierungsszenarien steht die Züchtigung, bei der Schlagwerkzeuge wie Gerten, Rohrstöcke oder Paddles zur Bestrafung und Luststeigerung eingesetzt werden. Für maximale Bewegungseinschränkung sorgt der Zwangsanzug (Straightjacket) oder allgemeines Zwangsmaterial, das den submissiven Part absolut handlungsunfähig macht. Im Bereich der Intimstimulation spielt der Züchtigungskäfig (Keuschheitskäfig) eine große Rolle, um die sexuelle Verfügbarkeit komplett zu kontrollieren. Ergänzt wird dieses Spektrum durch das Zahnknebel-Play zur stummen Fixierung des Mundes, die Zangenstimulation (wie Nippel- oder Schamlippenzangen) sowie die Zungenknechtschaft, ein Rollenspiel rund um Gehorsam und Oraldienste.

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